Widerruf Ihrer Lebensversicherung

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Es gibt viele Gründe für den Wunsch, aus einer bestehenden Lebensversicherung auszusteigen. Vielleicht erfüllt die Kapitalanlage nicht die Erwartung des Versicherten, mal muss langfristige angelegtes Kapital kurzfristig verfügbar sein, Ein Ausstieg aus einer Lebensversicherung ist immer möglich. Oft scheitert der Wunsch allerdings an unerhört niedrigen Rückkaufswerten, mit denen sich Versicherungsnternehmen nahezu schadlos halten und beinahe den gleichen Effekt errechnen, als wenn der Vertrag voll erfüllt worden wäre.

Niedrige Rückkaufswerte sind der Grund, warum vielfach eine Kündigung nicht in Betracht komt. Rein rechnerisch zahlt die Versicherung zwar die eingezahlten Prämien zurück, durch die Vorfälligkeitsentschädigung und sonstige Gebühren wird der Deal aber für den Versicherungsnehmer in der Vielzahl aller Fälle zum Minusgeschäft. Hier bietet sch nun der "Widerrufsjoker" an, der für ein reguläres Verbraucherrecht auf Widerruf eines Vertrages steht, wenn bei dessen Abschluss falsche Belehrungen zu Fristanlauf und Fristdauer vorgelegt wurden. Dadurch kann ein solcher Vertrag als nie abgeschlossen gewertet werden und eine Rückabwicklung steht an.

Rückabwicklung bedeutet in diesem Fall:

  • Rückzahlung aller geleisteten Prämien
  • Rückzahlung aller eventuell zu unrecht einbehaltener Gebühren
  • Berechnung und Auszahlung des "Entgangenen Nutzens"
  • Berechnung des Wertes und Abzug  der erbrachten Versicherungsleistung
  • Verzicht auf weitere Versicherungsleistungen

Die  Regel aus  § 5 a Abs. 2 Satz 4 VVG a.F. nach der das Recht zum Widerspruch ein Jahr nach der Zahlung der ersten Prämie erlischt, greift nach Auffassung höchstrichterlicher Rechtssprechung nicht. Ein Widerspruch kann daher auch ein Jahr nach Zahlung der ersten Prämie noch ausgeübt werden.

Der Bundesgerichtshof hat für Verträge, die zwischen dem 29.07.1994 und dem 31.12.2007  abgeschlossen wurden, ein Widerrufsrecht eingeräumt wenn die Belehrungen in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen nicht zulässig formuliert sind. Es geht dabei um im privaten Bereich abgeschlossene Renten- und Lebensversicherungen nach dem so genannten Policenmodell. In den beanstandeten Widerspruchsbelehrungen werden wichtige Belehrungsdetails nicht deutlich hervor gehoben und es mangelt an geforderter Lesbarkeit. Inhaltlich weisen falsche Belehrungen wenig konkrete und missverständliche Aussagen zum Fistanlauf auf.

Nein, um einen Widerspruch abzusenden müssen Sie keinen rechtsanwalt bemühen. Aber Sie können mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass Ihre Versicherung Ihren Widerspruch ablehnen wird. Dann steht Ihnen der Klageweg zur Verfügung, für den sie unbedingt einen Anwalt brauchen. Für einen Widerruf mit Frist setzendem Charakter empfehlen wir von Anfang an die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Anwalt.
 

Ob eine Rechtsschutzversicherung eine Deckungszusage macht hängt on vielen Faktoren ab, die im Einzelfall geprüft werden müssen. Unsere Anwälte stehen Ihnen zur Prüfung des anspruches auf Kostenübernahme zur Verfügung. Dieser Service ist kostenlos.
 

Die Partner des Netzwerkes "jetzt-widerrufen.de" sind erfahrene Anwälte im Bereich "Widerruf von Darlehen" und "Widerspruch/Widerruf von Lebensversicherungen". Unsere Rechtsanwälte prüfen vorliegende Belehrungen kostenlos.
Wie widersprechen / widerrufen?
Ein Widerspruch muss schriftlich, also per Mail, Fax oder Brief, an die Adresse der Versicherung erklärt werden. Anzugeben ist der Name des Versicherungsnehmers sowie die Versicherungsnummer. idealerweise wird das Dokument per Einschreiben versendet. Es gibt keine besonderen Form- oder Inhaltsvorschriften. Gefordert wird ledglich eine klare und verständliche Erklärung des Widerspruches mit Hinweis auf fehlerhafte Widerrufsbelehrungen.

Ein Versicherungsende durch Widerspruch ist auch durch die Berechnung des entgangenen Nutzens interessant. Gemeint ist damit die Berechnung der Differenz zwischen den Einnahmen der Versicherung durch Anlage des Kunden-Geldes am Finanzmarkt und der Summe, die der Versicherte normalerweise an Zinseinnahmen hätte verbuchen können. Diese Summe fällt in aller Regel zugunsten eines hohen Ausgleichbetrages an den Versichten aus. Allerdings muss dieser Anspruch gutachterlich belegt sein, auch dabei sind wir Ihnen auf Anfrage gern behilflich.